HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik

ISSN 1436-3011

18.03.2010


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HMD-Glossar

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zum Schwerpunktthema IT-Lösungen im Handel, HMD 235

 

C

Category Management (CM)
Category Management (Warengruppenmanagement) dient der Optimierung von Sortimenten. Durch die Kooperation zwischen Hersteller und Handelsunternehmen soll eine hohe Kundenorientierung erreicht werden. Warengruppen können z.B. als Profitcenter geführt und durch entsprechende Kennzahlen überwacht werden.

Customer Relationship Management (CRM)
Customer Relationship Management umfasst den Aufbau, die kontinuierliche Pflege sowie die Kontrolle von langfristigen profitablen Kundenbeziehungen durch die Integration von Marketing, Vertrieb und Service mit Hilfe von Informations- und Kommunikationssystemen. Der Kerngedanke des Customer Relationship Managements liegt in der Steigerung des Unternehmens- und Kundenwerts durch ein systematisches Management der Kunden. Daher ist für die Einführung eines Customer-Relationship- Management-Systems die Integration aller für den Kundenkontakt relevanten Informationssysteme notwendig, um so eine einheitliche und übergreifende Kundensicht zu gewährleisten.

Customizing
Anpassung oder Adaption von Standardsoftware an individuelle betriebliche Erfordernisse durch Konfigurierung oder Parametrisierung, ggf. auch durch Individualprogrammierung.

E

EBPP
Electronic Bill Presentment and Payment - elektronische Rechnungspräsentation (nach dem Push- oder Pull-Prinzip) und Bezahlung.

Efficient Consumer Response (ECR)
ECR ist ein betriebswirtschaftliches Konzept zur Verbesserung des Waren- und Informationsflusses zwischen Hersteller und Handel. Durch Optimierung der Wertschöpfungskette soll auf die Kundennachfrage schnell reagiert werden können (Pull-Prinzip) - ähnlich dem SCM.

Einzelhandel
Der Einzelhandel in seinen diversen Erscheinungsformen befasst sich mit der wirtschaftlichen Tätigkeit des Verkaufs von Handelswaren an Endverbraucher.

Enterprise Resource Planning (ERP)
Bezeichnet im Allgemeinen umfangreiche Softwarelösungen, die (beinahe) sämtliche betriebswirtschaftlichen Aufgaben in einem Unternehmen (Warenwirtschaft/Logistik, Rechnungswesen und Personal) unterstützen.

F

Filial-Warenwirtschaftssystem (FWWS)
In größeren Filialen kommt neben dem Kassensystem auch ein Filial-Warenwirtschaftssystem zum Einsatz, welches Funktionen eines Warenwirtschaftssystems innerhalb der Filiale wahrnimmt.

Funketikett
Die Funketiketten können auf ihren integrierten Chips eine Vielzahl von Informationen zum Artikel speichern. Es handelt sich um ein elektronisches Etikett, das die Radio-Frequency-Identification- (RFID-)Technologie nutzt (siehe auch HMD 229 bzw. das Glossar zu HMD 229). Funketiketten werden auf Paletten, Kartons oder auch Einzelartikel aufgebracht. Der innovative Einsatz findet beispielsweise im Future Store der METRO AG statt.

G

GDPdU
Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen.

H

Handelsinformationssystem
Handelsinformationssysteme stellen das immaterielle Abbild der dispositiven, logistischen, abrechnungs- und auswertungsbezogenen Prozesse eines Handelsunternehmens zur Unterstützung der Geschäftsprozesse Lagergeschäft, Strecken-, Zentralregulierungs-, Aktions- und Dienstleistungsgeschäft dar.

M

Multi-Channel-Retailing (MCR)
Werden mehrere Vertriebsschienen von einem Handelsunternehmen mit teilweise identischen Sortimentsbereichen betrieben, wird von Multi- Channel-Retailing gesprochen (z.B. Versandhandel, stationärer Handel). Insbesondere durch das Aufkommen des E-Commerce wird vor allem die Kombination stationärer Handel und E-Shopping als MCR bezeichnet.

S

Stammdaten (WWS)
Daten, die sich nicht oder nur selten ändern. Sie werden nur einmal eingegeben und stehen dann dauerhaft zur Verfügung. Ein Warenwirtschaftssystem benötigt i.d.R. folgende Stammdaten: Artikelstammdaten, Lieferantenstammdaten, Kundenstammdaten und Verkäuferstammdaten.

Standardsoftware
Standardsoftware wird im Gegensatz zur Individualsoftware nicht für ein einzelnes Unternehmen entwickelt. Der Fokus von Standardsoftware liegt auf breiter Einsetzbarkeit und potenziell guter Verkaufsmöglichkeit. Dies erfordert eine umfassende Abdeckung aller wesentlichen Anforderungen im anvisierten Unternehmens-/Branchensegment. Ein zentrales Merkmal von Standardsoftware ist die Möglichkeit zum
Customizing.

Supply Chain Management (SCM)
SCM bezieht sich auf die strategische Planung und operative Abstimmung logistischer Aktivitäten entlang der gesamten Wertkette und konzentriert sich primär auf den Material- und Informationsfluss.

W

Warenwirtschaftssystem (WWS)
Ein Warenwirtschaftssystem stellt das immaterielle und abstrakte Abbild der warenorientierten dispositiven, logistischen und abrechnungsbezogenen Prozesse für die Durchführung der Geschäftsprozesse eines Handelsunternehmens dar.

HMD, Heft 235, Februar 2004

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