Glossar

zum Schwerpunktthema IT im Mittelstand

Glossar zu HMD 240, erschienen im Dezember 2004.

0-9

3DES (Triple-DES)
Symmetrischer Verschlüsselungsalgorithmus mit 168 Bit effektiver Schlüssellänge. 3DES benutzt drei DES- Schlüssel mit je 56 Bit. Der Klartext wird mit dem ersten Schlüssel verschlüsselt, mit dem zweiten entschlüsselt und wieder mit dem dritten verschlüsselt. Das Verfahren gilt als sicher, ist aber nicht besonders performant.

B

BPO (Business Process Outsourcing)
Form von Outsourcing, bei dem ganze Prozesse ausgelagert werden. Dienstleistungen eines Unternehmens werden an einen Business Service Provider (BSP) übertragen. Der BSP übernimmt damit in eigener Verantwortung Prozesse innerhalb der Wertschöpfungskette seines Kunden, dies können beispielsweise Wartungs- und Reparaturaufgaben, Rechnungslegung, Zahlungsmanagement, Personalabrechnung, Logistik u.a. sein.

C

CPFR
Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR®) ist ein branchenübergreifendes Geschäftsmodell zur Optimierung gemeinsamer unternehmensübergreifender Elemente der Planungsprozesse auf der Basis transparenter Informationen zwischen den Beteiligten der Supply Chain (Vorlieferanten, Hersteller und Handelsunternehmen).

E

EAI (Enterprise Application Integration)
Die Integration von Anwendungen über unterschiedliche technische und logische Infrastrukturen hinweg. Dabei sind die Techniken und Prozesse sowohl von individueller Software als auch von Standardsoftware so miteinander kombinierbar, dass Geschäftsprozessdaten in Format und Zusammenhang jederzeit ausgetauscht werden können, ohne dass dabei die Bedeutung der Daten verändert wird bzw. verloren geht.
Elektronischer Marktplatz
Elektronischer Marktplatz oder virtueller Marktplatz bezeichnet eine E-Business-Anwendung, bei der die Geschäftspartner sich virtuell, auf der Internetplattform eines Marktplatzbetreibers, treffen und Geschäfte tätigen.
Ein elektronischer Marktplatz übernimmt Vermittlungsfunktionen, z.B. stellt er Produktkataloge zur Verfügung und bietet Anwendungsfunktionen für Käufer, Verkäufer, Servicepartner bis hin zur Veranstaltung von Auktionen. In der Regel besitzen elektronische Marktplätze eine zusätzliche Portalfunktion.

O

Online-Shopsystem (E-Shop)
Internet-Anwendungskomponente, die auf den Grundfunktionen eines Produktkatalogs basiert und die Möglichkeit bietet, Kundendaten anzulegen, Aufträge zu erfassen und z.B. per Kreditkarte zu zahlen. Ein Shopsystem ist quasi eine virtuelle Handelsfiliale, die die Abwicklung von Verkaufsvorgängen in vollem Umfang abbildet.

P

PDA (Persönlicher Digitaler Assistent) - häufig auch als "handheld" bezeichnet
Ein PDA ist ein Computer im Westentaschenformat. Die Geräte verfügen über Bürofunktionen wie Kalender, Adress- oder Notizbuch und erlauben die digitale Kommunikation (z.B. für E-Mail per Handy-Modem).
Portal (Web-Portal)
Portal steht für eine Internetseite mit einem großen Angebot an Informationen und Daten. Meist verbunden mit einem Angebot an Zusatzdiensten wie Suchmaschinen, Newsletter, Forum, E-Mail und weiteren themenspezifischen Services.
POS
Point of Sale - Bezeichnung jenes Bereichs im Einzelhandel, in dem die EAN/UPC-Strichcodesymbole der Verkaufswaren gescannt werden (Kassenbereich).
POS-Daten
Daten, die aus dem Warenwirtschaftssystem bezogen werden (u.a. Scanningdaten), sowie weitere Informationen z.B. Regalplatzierung, Ladenlayout oder Promotioninformationen.

R

Real-Time Enterprise
Real-Time Enterprise (RTE) ist eine Unternehmensstruktur, die durch kontinuierliche Beschleunigung der Managementprozesse die eigene Aktions- und Reaktionsgeschwindigkeit nachhaltig verbessert und verzögerungsfrei auf externe sowie interne Änderungen reagieren und damit Zeit und Kosten einsparen kann. Voraussetzungen und Rahmenbedingungen hierfür sind durchgängig integrierte Geschäftsprozesse und Informationsflüsse entlang der kompletten Wertschöpfungskette. Im Idealfall sind dabei alle Arbeitsprozesse in einem Unternehmen optimal aufeinander abgestimmt, so dass Data Warehouse, Supply Chain Management, Customer Relationship Management und Enterprise Resource Planning wirkungsvoll ineinander greifen. Dabei endet die Betrachtung von Prozessen und Informationen nicht an den Unternehmensgrenzen. Stattdessen sind Kunden und beteiligte Partnerfirmen beziehungsweise deren Prozesse transparent eingebunden und tauschen Informationen über alle relevanten Ereignisse zeitnah aus (nach A.-W. Scheer, F. Abolhassan, W. Bosch: Real-Time Enterprise. Springer- Verlag, Berlin, 2003).

S

SAP Business Connector
Der SAP Business Connector erlaubt sowohl eine bidirektionale synchrone als auch eine asynchrone Kommunikation zwischen mySAP.com-Anwendungen und SAP- und Nicht-SAP-Anwendungen einschließlich Web- Anwendungen.
Mit dem SAP Business Connector können alle SAP- Funktionen, die über BAPIs oder IDOCs verfügbar sind, Business-Partnern über das Internet als XML-basierter Service zur Verfügung gestellt werden.

T

TCO (Total Cost of Ownership)
Summe aller finanziell relevanter Kosten, die für die Auswahl, Anschaffung, Anpassung, Installation, Schulung, Wartung und den laufenden Betrieb eines IT- Systems anfallen.

V

VPN
Abkürzung für "Virtual Private Network". Ein VPN ist ein Netzwerk, bestehend aus virtuellen Verbindungen (z.B. Internet), über die nicht öffentliche bzw. firmeninterne Daten sicher übertragen werden. Die VPN- Technologie ermöglicht kostengünstige und sichere Anbindungen von Außenstellen bzw. Niederlassungen.
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IT-Governance Heft 10 befasst sich mit Datenschutz