Glossar
zum Schwerpunktthema Wissensmanagement
C
- Community
-
(engl. für "Gemeinschaft")
Kommunikationsplattform (z.B. Website), auf der sich Teilnehmer mit ähnlich gelagerten Interessen treffen und ihre Erfahrungen austauschen. Communities profitieren von dem Grundsatz, dass alle Teilnehmer zum Erfolg beitragen, indem sie ihr Wissen einbringen. Neben Communities, die für alle Interessenten offen stehen, existieren auch geschlossene Communities. Während sich die ersten Communities alle auf den B2C-Sektor (B2C: business to consumer) konzentrierten, nutzen mittlerweile auch viele Unternehmen dieses Konzept im B2B-Bereich (B2B: business to business). Eine Community ist als virtuelle Gemeinschaft in vielerlei Hinsicht mit einer realen zu vergleichen: Es nehmen reale Personen teil, die über ähnliche Interessen verfügen. Zur Kommunikation werden verschiedene Kanäle (E-Mail, Chat, Newsgroups etc.) eingesetzt.
E
- Explizites Wissen
- Eindeutig kodiertes und deshalb mittels Zeichen (Sprache, Schrift) eindeutig kommunizierbares Wissen.
I
- Implizites Wissen
- Nicht kodifiziertes bzw. nicht kodifizierbares Erfahrungswissen in "den Köpfen der Menschen".
- Intangible Assets
- Immaterielles Vermögen eines Unternehmens, das sich in wirtschaftlichen Vorteilen (z.B. Spezialisten-Know-how, Expertisen, Marken, Standortvorteilen) ausdrückt, die keine physische Substanz besitzen.
- Intellectual Capital Management (ICM)
- Erweiterung der bestehenden Wissensmanagement-Ansätze. ICM verfolgt dabei gleichzeitig das Ziel, die Intangible Assets eines Unternehmens mit den Tangible Assets, die traditionell in einem Unternehmen spätestens über die Bilanz ausgewiesen werden, vergleichbar zu machen. Im Unterschied zum Wissensmanagement werden damit insbesondere Fragen der Planung, Kontrolle und Steuerung dieses intellektuellen Materials und weniger dessen Entstehung, Zirkulation und die Prozesse ihrer Nutzung in konkreten Arbeitssystemen adressiert.
I
- Knowledge Management
- siehe Wissensmanagement
W
- Wiki
- Ein Wiki, auch WikiWiki und WikiWeb genannt, ist eine im World Wide Web verfügbare Seitensammlung, die von den Benutzern nicht nur gelesen, sondern auch online geändert werden kann. Wikis ähneln damit Content- Management-Systemen. Der Name stammt von wikiwiki, dem hawaiianischen Wort für "schnell". Wie bei Hypertexten üblich, sind die einzelnen Seiten und Artikel eines Wikis durch Querverweise (Links) miteinander verbunden. Die Seiten lassen sich jedoch sofort am Bildschirm ändern. Dazu gibt es in der Regel eine Bearbeitungsfunktion, die ein Eingabefenster öffnet, in dem der Text des Artikels bearbeitet werden kann (vgl. www.wikipedia.de).
- Wissenslandkarte
- Unter einer Wissenslandkarte versteht man ein grafisches Verzeichnis bzw. eine Darstellung von Wissensträgern, beständen, strukturen oder anwendungen innerhalb einer Organisation ("Yellow Map"). Ziele der Wissenslandkarten sind Wissensquellen zu ermitteln, zu strukturieren und zugänglich zu machen, Wissensbestände zu dokumentieren sowie Wissenslücken und Wissensbedarf zu analysieren. Wissenslandkarten weisen den Weg zum Wissen, ohne selbst Wissen zu enthalten (vgl. Schuhbauer, H.; Schwinghammer, J.: Anwendung von Wissenslandkarten im Wissensmanagementprozess. HMD 246).
- Wissensmanagement
- Systematisches Vorgehen zur Erreichung organisationaler Ziele (wie beispielsweise Beitrag zum Gemeinwohl, Gewinnmaximierung, Kostensenkung oder Befriedigung von Kundenbedürfnissen) durch die Optimierung der Nutzung von Wissen. Zu diesem Zweck lokalisieren und erfassen Individuen in Organisationen bestehendes Wissen, fördern seinen Austausch sowie seine Verteilung und entwickeln aktuell oder künftig benötigtes Wissen (vgl. Riempp, G.: Integriertes Wissensmanagement - Strategie, Prozesse und Systeme wirkungsvoll verbinden. HMD 246).
- Wissensmodellierung
- Die Aufgabe der Wissensmodellierung besteht darin, die Komplexität des Wissens in möglichst formalen Strukturen abzubilden. Als Prozess des Knowledge Engineering sollen dabei Wissensstrukturen in computergestützten Anwendungen so repräsentiert werden, dass sie sich möglichst automatisch verarbeiten lassen. Grundsätzlich findet Wissensmodellierung überall dort statt, wo versucht wird, implizites Wissen zugänglich zu machen, und ist somit Teil der menschlichen Intelligenz. Die moderne Wissensmodellierung, bei der der Aufbau intelligenter Informationssysteme im Mittelpunkt steht, ist Teilgebiet des Wissensmanagements und der künstlichen Intelligenz (vgl. www.wikipedia.de).





