Glossar
zum Schwerpunktthema Product Lifecycle Management
C
- Collaboration
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Der Begriff Collaboration fasst alle Anwendungen und Funktionen zusammen, mit denen die Zusammenarbeit von Anwendern eines PLM-Systems
(Product Lifecycle Management) unterstützt wird. Hierunter fallen folgende Aufgabenbereiche:
- Unternehmensübergreifendes Projektmanagement
- CSCW (Computer Supported Cooperative Work), z.B. die Integration von Netmeeting und Outlook
- Sicherheitsmaßnahmen zur Sicherung Firewall-übergreifender Systemzugriffe
- Datenaustausch
- Dokumentenmanagement
- Das Dokumentmanagement verwaltet unternehmensweit alle Dokumente. Es umfasst die Funktionen: Scannen, Erstellen, Verwalten, Weiterleiten, Ablegen, Archivieren, Suchen und Abrufen von Dokumenten, wobei diese durch die Metadaten beschrieben werden. Damit umfasst das Dokumentenmanagement nicht nur die Verarbeitung von rechnerunterstützt generierten Dokumenten, sondern bindet auch konventionell erstellte Unterlagen, wie Papierzeichnungen und Mikrofilme, mit in die parallele Bearbeitung ein. Darüber hinaus können Dokumente mit einer frei definierbaren Ordnerstruktur klassifiziert werden.
E
- Engineering Data Management
- Engineering Data Management (EDM) beinhaltet die ganzheitliche, strukturierte und konsistente Verwaltung aller Abläufe und Daten, die bei der Entwicklung von neuen oder bei der Änderung von vorhandenen Produkten, dem sog. Engineering (engl.), während ihres gesamten Produktlebenszyklus anfallen. EDM-Systeme dienen hierbei als Plattform: Die während der Produktentwicklung benötigten Anwendungssysteme (z.B. CAx-Anwendungen, NC-Roboter) werden über Schnittstellen zu einem Gesamtsystem integriert. Mögliche Daten und Dokumente, die durch EDM-Systeme verwaltet werden, sind: Produktkonfigurationen (z.B. Stücklisten), CAD-Modelle und -Zeichnungen, beliebige Arten von Dokumenten in elektronischer und nicht elektronischer Form, Bilder, NC-Programme und Arbeitspläne.
P
- Product Lifecycle Management
- Product Lifecycle Management (PLM) bezeichnet ein IT- Lösungssystem, mit dem alle Daten, die im Produktlebenszyklus anfallen, einheitlich gespeichert, verwaltet und abgerufen werden. Dabei kommen Systeme von der Planung (PPS, ERP), Konstruktion (CAD) und Fertigung (CAM) bis zum Qualitätsmanagement, Projektmanagement, Vertrieb und Service zum Einsatz. Ein PLM-System ist aufgrund der Komplexität nicht als Produkt, sondern als eine Lösung zu verstehen. Diese muss durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen betriebsspezifisch umgesetzt werden.
- Produktdatenmanagement
- Produktdatenmanagement (PDM) ist ein Konzept, das zum Gegenstand hat, produktdefinierende, produktrepräsentierende und produktpräsentierende Daten und Dokumente als Ergebnis der Produktentwicklung zu speichern, zu verwalten und in nachgelagerten Phasen des Produktlebenszyklus zur Verfügung zu stellen. Als Datenobjekte kommen hier der Materialstammsatz, Konfigurationsdaten, Stücklisten, Arbeitspläne u.Ä. zum Einsatz.
- Produktlebenszyklus
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Der Produktlebenszyklus wird durch den Kreislauf der aufeinander folgenden Produktlebensphasen definiert:
- Planung
- Entwicklung/Konstruktion
- Arbeitsvorbereitung
- Produktherstellung (Beschaffung, Fertigung, Montage)
- Vertrieb
- Produktnutzung und -wartung
- Recycling
- Projektmanagement
- Für das Projektmanagement werden häufig die zwei Ansätze Terminplanung und Aufgabenplanung verwendet. Externe Projektmanagementsysteme, deren Dokumente mit den PDM-Systemen (Produktdatenmanagement) verwaltet werden, erfüllen in den meisten Fällen die Abwicklung der reinen Terminplanung. Der Ansatz der Aufgabenplanung benötigt die Funktionalitäten für eine vollständige Projektmodellierung. Diese besteht aus den Komponenten Projekt- und Prozessstrukturierung, Ressourcenplanung, Tool-Management, Aufwanderfassung, Kostenkalkulation, Monitoring sowie Auswertung.
- Prozessmanagement
- Das Prozessmanagement ist ein Kernelement der PLM-Funktionalitäten und wird häufig auch als Workflow-Management bezeichnet. Es umfasst u.a. die Beschreibung der Workflows, die Kontrolle von Informationsflüssen und Prozessabläufen und ist damit für das Freigabe- und Änderungswesen maßgeblich. Das Prozessmanagement bettet die Objekte des Produktdaten- und Dokumentenmanagements in den gesamten Änderungsprozess ein und beschreibt, wer wann was zu tun hat, um einen Änderungsantrag komplett zu bearbeiten. Änderungsprozesse lassen sich auf Basis des Prozessmanagements im Product Lifecycle Management wirtschaftlich, effizient und ohne Papierflut sowie ohne lange Liegezeiten abbilden.
Q
- Qualitätsmanagement
- Qualitätsmanagement sorgt dafür, ein hohes Qualitätsniveau zu erreichen und beizubehalten. Die Qualitätssicherung besteht aus den Komponenten Qualitätsplanung, -lenkung und -prüfung. Alle drei Elemente der Qualitätssicherung können durch informationstechnische Anwendungen unterstützt werden. Die Struktur, die Prozesse, das Know-how und die Qualitätsstrategie eines Unternehmens müssen in einem Datenmodell abgebildet und in einer Qualitätsdatenbank gespeichert werden. Mit einem umfassenden Qualitätsmanagement (Total Quality Management - TQM) wird das Ziel verfolgt, die Qualitätsstandards für Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens hochzuhalten und gleichzeitig die gesetzliche Verpflichtung zur Gewährleistung und Produkthaftung zu erfüllen.
W
- Workflow-Management
- Durch das Workflow-Management eines PLM-Systems (Product Lifecycle Management) werden Funktionalitäten zur Definition von Prozessschritten und deren Verkettung zu bestimmten Arbeitsabläufen (z.B. Änderungsvorgang) bereitgestellt. Die Anwenderrollen für jeden Prozessschritt können mit spezifischen Benutzerrechten zur Ausführung der Aktion zugeordnet werden. Das Workflow-Management sorgt dafür, dass PDM-Objekte (Produktdatenmanagement), wie Stammsätze, Dokumente etc., die einzelnen Prozessschritte entsprechend den Festlegungen durchlaufen.





