Glossar
zum Schwerpunktthema Serviceorientierte Architekturen
B
- BPEL/BPEL4WS (Business Process Execution Language for Web Services)
- BPEL ist eine XML-basierte Sprache zur Beschreibung von Geschäftsprozessen, deren einzelne Aktivitäten durch Web-Services implementiert sind. Sie wird zur Beschreibung von Web-Service-Orchestrierungen verwendet. (HMD 253)
E
- Enterprise Service Bus (ESB)
-
Ein Enterprise Service Bus ist eine flexible Middleware-Infrastruktur
zur Integration von Anwendungen und Services,
die die Entwicklung einer
serviceorientierten Architektur (SOA) ermöglicht. Der ESB
reduziert Anzahl und Komplexität der Schnittstellen durch den
Einsatz von Standards. Er übernimmt dabei die Integrationslogik
zwischen Geschäftsereignissen und Softwarelösungen und erlaubt
dadurch die Trennung von Anwender- und IT-Sicht.
Die Aufgaben eines ESB bestehen darin, aus funktionaler Sicht die Services über einen passenden Adapter anzubinden, eine nachrichtenbasierte Kommunikation zu unterstützen sowie bei Bedarf die Transformation und Orchestrierung verschiedener Serviceangebote im Kontext konkreter Geschäftsprozesse zu ermöglichen.
Die Zielsetzung des ESB-Konstruktes ist vergleichbar mit der des EAI-Ansatzes. (HMD 253)
G
- Geschäftsprozessmodellierung
- Bei der Geschäftsprozessmodellierung werden Geschäftsprozesse oder Ausschnitte daraus abstrahiert, meist grafisch dargestellt und somit modelliert. Der Schwerpunkt liegt auf dem Darstellen des Ablaufs in Form von Ereignissen und Funktionen (Zuständen und Aktivitäten). In erweiterten Modellen werden auch verwendete bzw. generierte Daten und Informationen sowie beteiligte Organisationseinheiten und eingesetzte IT-Systeme abgebildet. (HMD 253)
I
- Investitionscontrolling
-
Investitionscontrolling ist der Teil des betrieblichen
Controllings, der die Planung und Kontrolle sowie die Steuerung
und Informationsversorgung bei der Durchführung von
Investitionen zum Inhalt hat. Investitionen bezeichnen dabei
finanzielle Mittel für Zugänge bei Sach- und Finanzanlagen, beim
Umlaufvermögen sowie immateriellen Vermögensteilen.
Das Investitionscontrolling erweitert damit das Anlagencontrolling, das sich nur auf Sachanlagen bezieht. (HMD 253)
R
- Return on Investment (ROI)
- Die Kennzahl Return on Investment (ROI) bezeichnet den Ertrag des eingesetzten Kapitals. Der ROI steht für den Gewinn im Verhältnis zu investiertem Kapital. Die Kennzahl kann sowohl auf Unternehmensebene (Rentabilität des Gesamtunternehmens) als auch auf Projektebene (Rentabilität des Projektes) eingesetzt werden. (HMD 253)
S
- Serviceidentifikation
- Grundlegend für die Konzeption einer serviceorientierten Architektur (SOA) ist die Identifikation der bereitzustellenden Dienste. Die Abgrenzung betriebswirtschaftlicher Funktionalitäten, die als Services bereitgestellt werden sollen, bildet die Ausgangsbasis für eine detaillierte fachliche Spezifikation und die anschließende Implementierung der Services. (HMD 253)
- Serviceorientierte Architekturen (SOA)
- Kernprinzip serviceorientierter Architekturen ist der Aufbau von Softwaresystemen aus lose gekoppelten Funktionsbausteinen (Services) mit klar umrissenen fachlichen Aufgaben. Die Geschäftslogik eines Softwaresystems wird damit auf mehrere weitgehend voneinander unabhängige Services verteilt. Die Services kapseln Daten und Anwendungslogik. Durch die lose Kopplung der Services und die klare Aufgabentrennung sollen Softwarearchitekturen vor allem übersichtlicher und flexibler werden. (HMD 253)
- Serviceportfolio
- Ein Serviceportfolio bezeichnet die Menge an Services, die zu einer Zeit über eine spezifische Infrastruktur zur Ausführung von Aktivitäten in Prozessen zu verwenden sind. Die Konfiguration von Serviceportfolios bildet eine Basisoperation für die Abstimmung zwischen Organisations- und Informationssystemgestaltung, die auch als IT-Alignment bezeichnet wird. (HMD 253)
- Softwarearchitektur
- Grundlegende Organisation eines Systems, dargestellt durch dessen Komponenten, deren Beziehungen zueinander und zur Umgebung sowie die Prinzipien, die den Entwurf und die Evolution des Systems bestimmen (Definition gem. IEEE-Standard 1471-2000). (HMD 253)
- Strategy Maps
- Strategy Maps ermöglichen die Draufsicht auf die Strategie einer Organisation. Sie sind die Grundlage für die Ableitung von Metriken zur Erfolgsmessung bei der Umsetzung einer Strategie und werden häufig im Rahmen von ?Balanced Scorecards (BSC) entwickelt. Es gibt vier Perspektiven, die im Rahmen von Strategy Maps (und BSC) betrachtet werden und in ihrer Begrifflichkeit durchaus variieren können: Finanzperspektive, Kundenperspektive, interne oder Prozessperspektive, Mitarbeiter- und Innovationsperspektive. (HMD 253)
W
- Web-Service-Choreografie
- Die Choreografie von Web-Services beschreibt die Interaktionen zwischen einzelnen Web-Services (siehe auch WSCI). (HMD 253)
- Web-Service-Orchestrierung
- Die Orchestrierung beschreibt die Geschäftsprozesslogik aus der Sicht eines Anwenders. Die Orchestrierung enthält eine Beschreibung der Services, ihre Bedingungen zum Aufruf sowie Abhängigkeiten und Alternativen. Als formale Beschreibungssprache wird häufig BPEL verwendet. (HMD 253)
- WSCI (Web Service Choreography Interface)
- WSCI ist eine XML-basierte Schnittstellenbeschreibungssprache. Sie beschreibt den Nachrichtenaustausch zwischen interagierenden Web-Services. (HMD 253)






