Glossar
zum Schwerpunktthema IT-Integration & Migration
C
- Compliance
- Unter Compliance wird die Einhaltung gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Regelwerke oder auch freiwilliger Kodizes verstanden. Beispiele für solche regulatorischen Anforderungen sind Basel II, GDPdU, KonTraG oder der Sarbanes-Oxley Act (SOX). Die Sicherstellung von Compliance im Allgemeinen ist eine wesentliche Aufgabe der Corporate Governance, liegt ein Bezug zur IT vor, dann auch der IT-Governance. (HMD 257)
G
- Geschäftsprozessmodellierung
- Bei der Geschäftsprozessmodellierung werden Geschäftsprozesse oder Ausschnitte daraus abstrahiert, meist grafisch dargestellt und somit modelliert. Der Schwerpunkt liegt auf dem Darstellen des Ablaufs in Form von Ereignissen und Funktionen (Zuständen und Aktivitäten). In erweiterten Modellen werden auch verwendete bzw. generierte Daten und Informationen sowie beteiligte Organisationseinheiten und eingesetzte IT-Systeme abgebildet. (HMD 257)
I
- Integration
- Integration bedeutet Wiederherstellung eines Ganzen. Im Rahmen der Wirtschaftsinformatik kann man unterscheiden zwischen Daten-, Funktions-, Prozess-, Software- und ggf. auch Hardwareintegration sowie horizontaler (Abteilung, Betrieb, Unternehmen, unternehmensübergreifend) und vertikaler (operativ bis analytisch - OLAP/Data Warehouse) Integration. Auf der Ebene der Softwarearchitekturen gehören dazu die Konzepte der Anwendungssystemintegration - EAI (Enterprise Application Integration) - und serviceorientierte Architekturen (SOA). Ferner kann es auch eine Integration auf Benutzungsschnittstellenebene (z.B. durch ein Portal) geben. Integrationsprojekte sind in der Regel mit einer Migration verbunden. (HMD 257)
M
- Migration
- Mit Migration bezeichnet man allgemein die Umstellung von Informationssystemen. Dabei können Daten, Hardware oder Software migriert werden. Ziel ist die Verbesserung der Systeme, die Ablösung von alten (manuellen) Verfahren durch neue maschinelle, die Nutzung neuer Softwarereleases oder der Einsatz leistungsfähigerer Hardware. Auch die Integration kann mit der Migration verbunden sein. Migration bedeutet ebenfalls, den Weg von etablierten Lösungen zu den neu definierten Zielsystemen zu planen und in Projekten umzusetzen. (HMD 257)
S
- Serviceorientierte Architekturen (SOA)
- Kernprinzip serviceorientierter Architekturen ist der Aufbau von Softwaresystemen aus lose gekoppelten Funktionsbausteinen (Services) mit klar umrissenen fachlichen Aufgaben. Die Geschäftslogik eines Softwaresystems wird damit auf mehrere weitgehend voneinander unabhängige Services verteilt. Die Services kapseln Daten und Anwendungslogik. Durch die lose Kopplung der Services und die klare Aufgabentrennung sollen Softwarearchitekturen vor allem übersichtlicher und flexibler werden. (HMD 257)





