Glossar

zum Schwerpunktthema Enterprise Content Management

Glossar zu HMD 258, erschienen im Dezember 2007.

C

Content-Management-System (CMS)
System, das die Verwaltung großer Websites unterstützt und auf einer Trennung von Inhalt und Layout basiert. Inhalte können darstellungsunabhängig erzeugt und verwaltet werden, sodass eine Ausgabe in unterschiedlichen Kontexten möglich ist. CMS unterstützen u.a. auch die Verwaltung von Links und die automatisierte Entfernung nicht mehr aktueller Inhalte. (HMD 258)
Content-Modell
Unter dem Begriff "Content-Modell" wird eine inhaltliche Struktur verstanden, die als Träger ("Container") von Inhalten jeder Art verwendet wird. Ziel von Content-Modellen ist es, anwendungs- und plattformübergreifend die Austauschbarkeit und damit die Wiederverwendung von Inhalten zu ermöglichen. (HMD 258)
Cross Media Publishing
Cross Media Publishing bezeichnet das medienübergreifende Publizieren von (multimedialen) Inhalten auf der Basis medienneutraler Daten. Gesteuert durch ein Cross-Media- Publishing-System werden diese Daten ohne Medienbruch für die Formate der spezifischen Publishing-Medien (Druck, PDF, Web etc.) bereitgestellt. (HMD 258)

D

Digital Content Engineering
Digital Content Engineering bezeichnet die Anwendung von systematischen und quantifizierbaren Ansätzen (Konzepte, Methoden, Techniken, Werkzeuge) entlang der Wertschöpfungskette digitaler Medien, d.h. Akquisition, Veredelung, Verteilung, usw., mit dem Ziel, Wiederverwendbarkeit und Anpassbarkeit von Inhalten zu unterstützen. (HMD 258)
Dokumentenlebenszyklus
Dokumentenlebenszyklus (Document Lifecycle) beschreibt den Prozess, den ein Dokument von der Erstellung über die Verwendung bis zum Löschen bzw. bis zum Sichern in einem Langzeitarchiv durchläuft. Das Dokumentenlebenszyklusmodell ist heute die Grundlage für funktionale Anforderungen an Dokumentenmanagementsysteme und Enterprise-Content-Management-Systeme. (HMD 258)
Dokumentenmanagement
Das Dokumentmanagement verwaltet unternehmensweit alle Dokumente. Es umfasst die Funktionen Scannen, Erstellen, Verwalten, Weiterleiten, Ablegen, Archivieren, Suchen und Abrufen von Dokumenten, wobei diese durch die Metadaten beschrieben werden. Damit umfasst das Dokumentenmanagement nicht nur die Verarbeitung von rechnerunterstützt generierten Dokumenten, sondern bindet auch konventionell erstellte Unterlagen, wie Papierzeichnungen und Mikrofilme, mit in die parallele Bearbeitung ein. Darüber hinaus können Dokumente mit einer frei definierbaren Ordnerstruktur klassifiziert werden. (HMD 258)

E

Enterprise Content Management (ECM)
Enterprise Content Management (ECM) ist die Methodik zur Erfassung und Erschaffung, Verwaltung, Speicherung und Aufbewahrung sowie Verarbeitung von Inhalten zur Unterstützung von organisatorischen Prozessen im Unternehmen. (HMD 258)

P

Produktinformationsmanagement (PIM)
Produktinformationsmanagement (PIM) bezeichnet die Bereitstellung von Produktinformationen für den Einsatz in verschiedenen Ausgabemedien beziehungsweise Vertriebskanälen auf Basis einer medienneutralen Verwaltung, Pflege und Modifikation der Produktinformationen in einem zentralen System. (HMD 258)

S

Semantisches Web
Das semantische Web ("Semantic Web") verfolgt vor allem das Ziel, Inhalte des Web für Maschinen verarbeitbar zu machen. Wesentlich dafür sind allgemein akzeptierte und standardisierte Wissensmodelle (Ontologien), die entsprechende Auszeichnung der Inhalte ("Semantic Markup") sowie die (eigentlichen) Softwareprozesse, z.B. realisiert in Form von Web-Services. (HMD 258)

W

Web Content Management
Web Content Management ist die auf Web-Inhalte spezialisierte Verwaltung von Daten und Formaten. (HMD 258)
Wissensmanagement
Systematisches Vorgehen zur Erreichung organisationaler Ziele (wie beispielsweise Beitrag zum Gemeinwohl, Gewinnmaximierung, Kostensenkung oder Befriedigung von Kundenbedürfnissen) durch die Optimierung der Nutzung von Wissen. Zu diesem Zweck lokalisieren und erfassen Individuen in Organisationen bestehendes Wissen, fördern seinen Austausch sowie seine Verteilung und entwickeln aktuell oder künftig benötigtes Wissen (vgl. Riempp, G.: Integriertes Wissensmanagement - Strategie, Prozesse und Systeme wirkungsvoll verbinden. In: HMD 246).
Im Zusammenhang mit Enterprise Content Management (ECM) meint Wissensmanagement vor allem Managementpraktiken, die sich mit Daten, Informationen, Wissen und Fähigkeiten beschäftigen, die Unternehmen bzw. Organisationen zur Abwicklung ihrer Aufgaben benötigen. (HMD 258)
Workflow-Management
Workflow-Management (Geschäftsprozessmanagement, auch Business Process Management) bezeichnet das Identifizieren, Gestalten, Dokumentieren und Optimieren von Geschäftsprozessen.
Durch das Workflow-Management eines PLM-Systems (Product Lifecycle Management) werden Funktionalitäten zur Definition von Prozessschritten und deren Verkettung zu bestimmten Arbeitsabläufen (z.B. Änderungsvorgang) bereitgestellt. Die Anwenderrollen für jeden Prozessschritt können mit spezifischen Benutzerrechten zur Ausführung der Aktion zugeordnet werden. Das Workflow-Management sorgt dafür, dass PDM-Objekte (Produktdatenmanagement), wie Stammsätze, Dokumente etc., die einzelnen Prozessschritte entsprechend den Festlegungen durchlaufen. (HMD 258)
Bestellen Sie ein Probeabo!
HMD Best Paper Award 2011
MKWI
IT-Governance Heft 10 befasst sich mit Datenschutz