Glossar

zum Schwerpunktthema Webbasierte Geschäftsmodelle

Glossar zu HMD 261, erschienen im Juni 2008.

B

Blended Learning
Der Begriff Blended Learning bezeichnet eine Schulungsform, bei der konventionelle Lehr- und Lernformen in Präsenzveranstaltungen mit solchen des eLearning kombiniert werden. Dabei werden verschiedene Methoden und Medien miteinander kombiniert, um die Flexibilität webbasierter Ansätze in Bezug auf zeitliche und räumliche Unabhängigkeit sowie die sozialen und gruppendynamischen Prozesse einer Face-to-Face-Kommunikation nutzen zu können. (HMD 261)
Business Collaboration
Unter Business Collaboration versteht man die webbasierte Unterstützung und Zusammenarbeit bei standort- und organisationsübergreifenden Geschäftsprozessen. Neben Softwaresystemen für Computer Supported Cooperative Work (CSCW) gelangen Content-Management-Systeme, Conferencing-Systeme, Wiki-Tools, Workflow-Management-Systeme sowie planungs- und entscheidungsunterstützende Systeme zum Einsatz. (HMD 261)
Business Web
Business Webs oder B-Webs sind Netzwerke für die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb digitaler Produkte und Dienstleistungen. Solche Kooperationsformen variieren von elektronischen Marktplätzen über hierarchisch straff organisierte Netzwerke bis zu selbst organisierten und lose gekoppelten Gemeinschaften im Cyberspace. (HMD 261)

E

Elektronischer Marktplatz
Ein elektronischer Marktplatz ist eine Internetplattform eines Intermediärs, auf der sich die Geschäftspartner virtuell treffen und elektronische Geschäfte tätigen. Der Intermediär übernimmt Vermittlungsfunktionen, z.B. stellt er Produktkataloge zur Verfügung und bietet Unterstützungsfunktionen für Käufer, Verkäufer, Servicepartner bis hin zur Veranstaltung von Auktionen. (HMD 261)
Empfehlungssystem
Empfehlungssysteme oder Recommender Systems ermöglichen, den Anwendern von eShopsystemen Produkte oder Dienstleistungen vorzuschlagen. Aufgrund von Benutzerprofilen (Kundenprofilen) oder mit der Hilfe von Filtermethoden (Content-Based Filtering oder Collaborative Filtering) werden die Bedürfnisse und Vorlieben der Anwender ermittelt und Angebote unterbreitet. (HMD 261)
Ertragsmodell
Das Ertragsmodell ist ein zentraler Bestandteil des webbasierten Geschäftsmodells. Es legt fest, auf welche Art und Weise Mehrwert generiert wird und wie dieser abgeschöpft werden kann. Neben direkten Ertragsmodellen wie dem Advertising-Modell oder dem direkten Verkauf von digitalen Produkten und Dienstleistungen gibt es Subskriptions- oder Gebührenmodelle sowie indirekte Modelle wie Kosteneinsparungen oder Sponsoring. (HMD 261)
eShopsystem
Ein eShopsystem, oft Webshop oder Onlineshop genannt, ist ein webbasiertes Softwaresystem, das Waren und Dienstleistungen anbietet, Bestellungen entgegennimmt sowie Auslieferungen und Zahlungsmodalitäten regelt. (HMD 261)

I

Internet der Dienste
Mit den Begriffen Internet der Dienste oder Software as a Service (SaaS) wird ein webbasiertes Geschäftsmodell verstanden, bei dem lediglich eine Lizenz zur Nutzung einer Dienstleistung oder Software erworben wird, das Installieren und Betreiben der Software selbst jedoch von einem Dritten (Application Service Provider oder Desktop Service Provider) übernommen wird. (HMD 261)

K

Kundenintegration
Bei webbasierten Geschäftsmodellen oder sogenannten Business Webs kommt der Kundenintegration vermehrte Bedeutung zu. Dabei tritt der Kunde oder Nutzer einer webbasierten Dienstleistung nicht nur als Nachfrager auf, sondern er beteiligt sich auch aktiv als Gestalter der Wertschöpfungskette sowie beim Produktentwicklungsprozess (vgl. Kundenwert resp. Customer Value). (HMD 261)

R

Reputationssystem
Reputationssysteme werden im elektronischen Marktplatz benötigt, um das kooperative Verhalten der Marktteilnehmer zu fördern und eine Vertrauensbasis aufzubauen. Dazu müssen die Marktteilnehmer Produkte und Dienstleistungen sowie die elektronische Abwicklung derselben bewerten, um anonymisiert und in aggregierter Form ein Rating des Vertrauensniveaus aufbauen zu können. Häufig wird eine Bewertung des Verkäufers, teilweise auch des Käufers vorgenommen. (HMD 261)

S

Software as a Service
Internet der Dienste

W

Web 2.0
Web 2.0 stellt einen weit gefassten Sammelbegriff dar, unter dem erweiterte Internettechnologien und - anwendungen sowie ein neues Verständnis des Internets durch den Nutzer subsumiert sind. Neben Internettechnologien wie z.B. Webservice-APIs, Ajax (Asynchronous JavaScript and XML), Weblogs oder Abonnementdiensten wie RSS wird auch Social Software als Bestandteil von Web 2.0 angesehen. (HMD 261)
Webbasiertes Geschäftsmodell
Ein webbasiertes Geschäftsmodell dient der modellhaften Beschreibung der elektronischen Geschäftstätigkeit von Unternehmen und Organisationen samt ihrer benötigten Erlösprinzipien. Neben der Festlegung von Produkten und Dienstleistungen (value proposition) müssen Kundenzielgruppen, Kommunikations- und Distributionskanäle, Service-, Abwicklungs- und Sicherheitsmodalitäten sowie Betriebs- und Ertragsmodelle festgelegt werden. (HMD 261)
Weblog
Unter einem Weblog (Kunstwort aus "Web" und "Logbuch") oder einfach nur Blog versteht man eine Internetpräsenz, auf der periodisch oder sporadisch neue Artikel bzw. Einträge publiziert werden. Weblogs fungieren oft als private Tagebücher, in denen der Blogger aus seinem täglichen Leben oder seinen Entdeckungen im Internet erzählt und die somit oft durch Subjektivität und Individualität geprägt sind. Daneben haben sich Fach-Weblogs, die sich aus Beiträgen zu einem bestimmten Thema zusammensetzen, und Corporate Blogs, die als Weblogs von Unternehmen vor allem Image- und Informationsfunktionen erfüllen, durchgesetzt. (HMD 261)
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