Glossar

zum Schwerpunktthema eGovernment

Glossar zu HMD 265, erschienen im Februar 2009.

A

Authentifizierung
Unter Authentifizierung versteht man die Überprüfung der (korrekten) Identität einer Person. (HMD 265)
Autorisierung
Die Überprüfung von Zugriffsrechten auf bestimmte Datenobjekte durch eine authentifizierte Person wird als Autorisierung bezeichnet. (HMD 265)

B

Barrierefreiheit
Barrierefreiheit bedeutet, dass IT-Lösungen so gestaltet sind, dass sie unabhängig von etwaigen Behinderungen oder Beeinträchtigungen der Benutzer verwendet werden können. Im eGovernment ist Barrierefreiheit von besonderer Bedeutung, weil sie wesentliches Hilfsmittel sein soll, die "digitale Kluft" zu vermeiden (eInclusion). (HMD 265)

D/E

Digitale Signatur, elektronische Signatur
Digitale Signatur ist ein (technischer) Fachbegriff, der die Verschlüsselung einer Nachricht nach einem bestimmten Verfahren beschreibt, wo zur Nachricht eine Extrainformation (meist eine Zahl, eben die Signatur) berechnet wird. Im rechtlichen Sinne ist eine elektronische Signatur definiert als Daten, die anderen (elektronischen) Daten beigefügt oder mit diesen logisch verknüpft sind und der Authentifizierung dienen, d.h. die Authentizität nachweisen. (HMD 265)
eDemocracy
Electronic Democracy fasst als Begriff IT-Lösungen zur Unterstützung des Demokratieprozesses zusammen. eParticipation ist ein Teil, ebenso eVoting, das beispielsweise oft die Ausübung des Wahlrechts über das Internet meint. (HMD 265)
eGovernment
Electronic Government meint den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien innerhalb der öffentlichen Verwaltung, zwischen öffentlicher Verwaltung und Bürgern sowie öffentlicher Verwaltung und (Wirtschafts-)Organisationen mit dem Ziel, sowohl die Effizienz von Prozessen als auch die Transparenz des Verwaltungshandelns und den Grad der Partizipation seitens der Bürger zu verbessern. (HMD 265)
eID, eIDM
Die Abkürzungen eID bzw. eIDM stehen für Electronic Identity Management und meinen vor allem einen interoperablen Mechanismus zur (sicheren) Authentifizierung. Die Europäische Union hat in ihrem eGovernment Action Plan festgelegt, dass bis zum Jahr 2010 ein europaweites Framework für eIDM definiert ist. (HMD 265)
eInclusion
Unter dem Begriff eInclusion werden Aktivitäten zusammengefasst, die es allen Bürgern ermöglichen sollen, an der Informationsgesellschaft aktiv teilzuhaben, indem z.B. Zugriffe auf Informationen gegeben oder direkte Kommunikations- und Austauschmöglichkeiten angeboten werden. Anders ausgedrückt: Es wird versucht, die sogenannte "digitale Kluft" (digital divide) zu vermeiden (Barrierefreiheit). (HMD 265)
eParticipation
Unter Electronic Participation wird die Unterstützung der Einbindung/Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern durch IT verstanden. eGovernment-Lösungen können eParticipation unterstützen, z.B. durch Foren, wo Bürgerinnen und Bürger Kommentare zu Gesetzesvorlagen abgeben können; eParticipation kann man als einen wesentlichen Baustein von eDemocracy sehen. (HMD 265)
EU-Dienstleistungsrichtlinie
Die Richtlinie mit der Nummer 2006/123/EG zielt darauf ab, den europäischen Binnenmarkt im Dienstleistungsbereich zu realisieren. Sie wurde im Dezember 2006 erlassen. Sie soll es Unternehmern und Freiberuflern nachhaltig erleichtern, sich niederzulassen und Dienstleistungen anzubieten. Hierfür werden Informationen zu allen relevanten Verwaltungsleistungen elektronisch, bürgerverständlich und mehrsprachig aufbereitet. Einheitliche Ansprechpartner unterstützen Dienstleistungserbringer bundesweit bei der Suche nach den zuständigen Behörden und stellen eine Bearbeitung von Anträgen binnen einer vorgegebenen Frist sicher. (HMD 265)
eVoting
Unter Electronic Voting bzw. eElection werden verschiedene Formen der IT-Unterstützung von Wahlen zusammengefasst (z.B. Wahlcomputer oder auch Wählen über das Internet). Spezifischer Mehrwert ist die Gewährung der Orts- und Zeitunabhängigkeit des Wahl- bzw. Abstimmungsvorganges. (HMD 265)

F

Fachverfahren
Fachverfahren sind spezielle Anwendungen in der öffentlichen Verwaltung für die Bearbeitung einzelner Verwaltungsaufgaben (wie z.B. Meldeprozesse), die häufig durch verwaltungsspezifische IT-Lösungen realisiert werden. (HMD 265)

O

One-Stop-eGovernment
One-Stop-Shop bezeichnet im Allgemeinen die Möglichkeit, mehrere für den Kunden zusammenhängende Schritte über eine einzige Schnittstelle (meist einen Anbieter) abwickeln zu können. Im Zusammenhang mit eGovernment werden oft auch behördenübergreifende Prozesse via Portale integriert, um für die Kunden genau diese Schnittstelle bereitzustellen und eine Gesamtlösung ihrer Fragestellung zu erreichen. (HMD 265)

P

Public Memory
Public Memory umfasst das Konzept des öffentlichen oder kulturellen Gedächtnisses einer Gesellschaft, das durch die Digitalisierung wesentlicher Dokumente, Reden, Bilder oder Radio- oder Fernsehaufzeichnungen entstehen kann. Wesentliche Idee ist die Erhaltung und der öffentliche Zugang zu diesem öffentlichen Gedächtnis als Allgemeingut. (HMD 265)
HMD Best Paper Award 2011
Bestellen Sie ein Probeabo!
Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft von IT-Governance!