Glossar
zum Schwerpunktthema IT-basiertes Innovationsmanagement
C
- Crowdsourcing
- Crowdsourcing bezeichnet die Auslagerung von Unternehmensaufgaben auf eine große, undefinierte Gruppe von Personen, um deren Ideen und Meinungen in ihrer Vielfalt "ernten" zu können. Einsatzbereiche hierfür sind z.B. Designwettbewerbe, die in Form einer Ausschreibung realisiert werden. Die Crowd, also diese vorab undefinierte Gruppe von Menschen, die sich selbst aufgrund eigenen Interesses bildet, kann neben der Abgabe von Entwürfen dann z.B. auch zur Abgabe ihrer Meinung oder einer Bewertung genutzt werden. In diesem Anwendungsfall hat der Begriff starke Überschneidungen mit dem der Open Evaluation. (HMD 273)
I
- Ideenmanagement
- Ideenmanagement ist wichtiger Bestandteil des Innovationsmanagements bzw. des innerbetrieblichen Innovationsmanagements. Aufgabe des Ideenmanagements ist es, Ideen für Innovationen zu gewinnen. Hierzu gehört die Initiierung zur Ideenformulierung, deren Sammlung und Screening bzw. Rasterung und Systematisierung zur weiteren Bearbeitung. Die Ideengewinnung kann dabei alleine oder in Gruppen erfolgen. Angewandte Methoden sind z.B. Mindmapping und Brainstorming. Ergebnis des Ideenmanagements ist die Auswahl derjenigen Ideen, die weiterverfolgt und umgesetzt werden sollen. (HMD 273).
- Innerbetriebliches Innovationsmanagement
- Innerbetriebliches Innovationsmanagement fokussiert darauf, den gesamten Prozess des Innovationsmanagements innerhalb bestehender Unternehmensgrenzen, aber mit einem bestmöglich übergreifenden Ansatz zu realisieren. Gerade in stark arbeitsteiligen bzw. großen Unternehmen kommen z.B. Produktdesigner auf der einen und Vertriebsleute auf der anderen Seite zu wenig miteinander in Kontakt, um die jeweiligen Annahmen und Kundenrückmeldungen sinnvoll austauschen zu können. Innerbetriebliches Innovationsmanagement hat zum Ziel, das Wissen der eigenen Mitarbeiter im Sinne der gesamtunternehmerischen Wettbewerbsfähigkeit zu nutzen. (HMD 273)
- Innovationsmanagement
- Innovationsmanagement umfasst alle unternehmerischen, systematisierten und prozessseitig unterlegten Maßnahmen eines Unternehmens, Produkt- und Verfahrensinnovationen betriebswirtschaftlich erfolgreich zu entwickeln. Dazu gehört es, gerade in den frühen Phasen die entsprechende Informationsbeschaffung und die Ideengewinnung zu unterstützen, und im Anschluss daran den Prozess des Innovationsmanagements systematisch und planvoll zu gestalten. Innovationen sind Inventionen, die betriebswirtschaftlich erfolgreich sind - sie durchlaufen daher notwendigerweise eine Reihe von Prüf- und Bewährungsstufen, die budgetseitig hinterlegt sein und die richtigen Personen zum richtigen Zeitpunkt einbeziehen müssen. (HMD 273)
O
- Open Evaluation
- Open Evaluation bezeichnet einen Vorgang, in dem Lösungsvorschläge, Konzeptideen etc., die im Rahmen von Innovationsaktivitäten entstehen, durch Personen begutachtet bzw. evaluiert werden, die nicht zu einem bereits vorab bestimmten Evaluatorenkreis gehören. (HMD 273)
- Open Innovation
- Open Innovation bzw. offene Innovation beschreibt einen neuartigen, durch explizite Öffnung über die Unternehmensgrenze hinausgehenden Ansatz, in dem Hersteller, externe Quellen und potenzielle Nutzer in den kreativen Prozess der Innovationsentwicklung einbezogen werden. Andere Begrifflichkeiten, die dieses Phänomen beschreiben, sind z.B. "interaktive Wertschöpfung". Als exemplarisches und sehr bekanntes Beispiel wird die Open-Source-Softwareentwicklung genannt, bei der räumlich verteilte, voneinander unabhängige Akteure im kollaborativen Verbund eine laufende Weiterentwicklung realisieren und gegenseitig referenzieren. (HMD 273)
T
- Trendforschung
- Trendforschung hat zum Ziel, relevante Veränderungsprozesse in Bezug auf Konsumpräferenzen, soziale Strukturen etc. systematisch zu erkennen und zu bewerten. Trendforschung erarbeitet damit relevante Aussagen für z.B. Marketingbeauftragte oder Innovationsbeauftragte in Unternehmen, die damit eine weitere Informationsgrundlage zur Entwicklung des Nachfragemarktes und auch der sonstigen relevanten Unternehmensumwelt erhalten. Dabei wertet die Trendforschung unterschiedlichste strukturierte und unstrukturierte Datensammlungen aus und strukturiert diese im Ergebnis z.B. in Form von unterschiedlichen Szenarien. Ein dauerhaftes Trendmonitoring schreibt die im Rahmen dieses Analyseprozesses als relevant identifizierten Kenngrößen kontinuierlich fort und präsentiert die hierfür verdichtete Information z.B. in regelmäßigen Reports. (HMD 273)





